Donnerstag, 1. September 2016

Milch

Ich werde in dieser Radiosendung zitiert.
Meine Ausführungen basieren auf diesem Paper mit Stefanie Waldeck.

Die wohl belastbarste Quelle für den Themenbereich Ernährung und Krebs ist der World Cancer Research Fund International.
Diese Organisation hat eine Meta-Analyse für Milchkonsum und Prostatakrebs vorgelegt. Fazit: 
"High intakes of dairy products, milk, low-fat milk, cheese, and total, dietary, and dairy calcium, but not supplemental or nondairy calcium, may increase total prostate cancer risk. The diverging results for types of dairy products and sources of calcium suggest that other components of dairy rather than fat and calcium may increase prostate cancer risk."

Aune, D., Rosenblatt, D. A. N., Chan, D. S., Vieira, A. R., Vieira, R., Greenwood, D. C., ... & Norat, T. (2015). Dairy products, calcium, and prostate cancer risk: a systematic review and meta-analysis of cohort studies. The American Journal of Clinical Nutrition 101(1): 87-117.
DOI: 10.3945/ajcn.113.067157

Donnerstag, 12. Mai 2016

Hat (fast) nichts mit Wissenschaft zu tun...

... meine "Lebensgeschichte" auf der BVL-Seite:
 http://vegane-lebensweise.org/warum-ich-vegen-leben-und-das-auch-so-bleibt-tobias-hagen/

Demokratie 2.0

Facebook Likes - 12.05.2016:

AfD           270.000
CDU           160.000
SPD           104.000
B90/Grünen     99.000
Die Linke     138.000
Piraten        82.000
 
Donald Trump     7.696.000
Hilary Clinton   keine Angabe (verdächtig...)
Bernie Sanders   4.175.000


So sieht nun also die (selbstverschuldete) Zukunft aus.





Mittwoch, 6. April 2016

Finale Ergebnisse der Evaluation eines Arbeitsmarktprogramms für IV-Rentner*innen in Zürich

Endlich ist nun die Working-Paper-Version des Forschungprojektes, das mich 5 Jahre beschäftigt hat, online. Die deutschsprachigen Berichte zu dem Forschungsprojekt sind hier zu finden. 

Hintergrund: Das eidgenössische Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) hat ein Pilotprojekt zur Integration von Rentner*innen der sog. Invalidenversicherung (IV) initiiert. Im Rahmen des Pilotprojekts wurde ein privates Unternehmen zur Arbeitsintegration beauftragt, mit den teilnehmenden IV-Rentner*innen ein Vermittlungscoaching durchzuführen. Ich habe verschiedene, miteinander verknüpfte Individualdatensätze mittels mikroökonometrischer Methoden ausgewertet, um die Effektivität und Wirtschaftlichkeit des Pilotprojektes zu ermitteln.

Ergebnis: Obwohl im Rahmen des Programms im Prinzip keinerlei formale Weiterbildung stattfand, konnte die Beschäftigung der Teilnehmenden signifikant erhöht und damit ihre Renten reduziert werden. Aus Sicht des Sozialversicherungssystems handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine lohnende Investition: Die mittleren erwarteten langfristigen Einsparungen (und die geringfügigen Mehreinnahmen) übersteigen die mittleren Ausgaben für das Programm ja nach unterstelltem Szenario und Diskontierungssatz um das 1,9 bis 6,5-fache.

Interpretation: Wie in der unten stehenden Grafik beispielhaft zu erkennen ist, bleibt die Outcome-Variable (hier: Höhe der monatlichen Hauptrente) der Kontrollgruppe nach dem Programmstart (Zeitpunkt 0) nahezu konstant, d.h. ohne die Teilnahme hätten sich die Renten und die berufliche Situation der Teilnehmenden im Durchschnitt kaum geändert. Durch die Teilnahme an dem Programm gibt sich aber nun die in der Grafik zu erkennende positive Entwicklung der Outcome-Variable. Mit anderen Worten: der bei Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose oftmals gefundene Lock-in-Effekt (Brown and Koettl, 2015), der die Effektivität negativ beeinflusst, existiert hier nicht oder kaum. 




Quellen

Brown, A. J., & Koettl, J. (2015). Active labor market programs-employment gain or fiscal drain?. IZA Journal of Labor Economics, 4(1), 1-36.

Hagen, T. (2016). Econometric Evaluation of a Placement Coaching Program for Recipients of Disability Insurance Benefits in Switzerland, Research Institute for Business and Law, Working Paper Series: Business and Law, No. 10, 2016, Frankfurt a.M. Download.